Reise zwischen Nacht und Morgen

Ein interdisziplinäres Theater-Zirkus-Projekt
 
Mit Impulsen aus dem Buch von Rafik Schami "Reise zwischen Nacht und Morgen" wurde eine Theaterperformance mit Zirkus und Akrobatik über den Zeitraum von 13 Monaten (September 2014 bis Juli 2015) entwickelt. Dabei war vor allem die "Zirkusreise" an sich das Leitmotiv, mit dem ein eigenständiges Theater-Zirkusstück entstand. Der Inhalt des Buches war lediglich ein Richtungsweiser für eine mögliche Rahmengeschichte, um Kindern einen leichteren Einstieg zu ermöglichen, die bis dahin wenig oder überhaupt keinen Kontakt mit Darstellender Kunst hatten. Die Reise erzählte immer wieder Geschichten aus der Zirkuswelt. Dies sollte als Vorlage für eigene Phantasien dienen, die dann als Collage zusammengefügt wurden. Die Geschichte wurde von den Kindern selber entwickelt, d.h. sie waren die Dramaturgen und Autoren und bestimmten ihre Kurzgeschichten und die endgültige Rahmenhandlung eigenständig unter Anleitung der Theaterpädagogin (BuT) Katharina Wanivenhaus.
 
Kinder im Alter von 8-11 Jahren waren als Kerngruppe gemeinsam mit ihren freiwillig teilnehmenden Eltern in wöchentlich stattfindenden Proben (4 Stunden/Woche an 2 Tagen) an dem interdisziplinären Theater-Zirkus-Projekt beteiligt. Die Eltern wurden dabei rund 2 Stunden eingebunden, sodass die Arbeit auch nach Hause transportiert werden und dort diskutierbar gemacht werden konnte. Durch Katharina Wanivenhaus sowie wechselnde Pädagogen aus dem Bereich Akrobatik, Zirkus, Musik und Bildende Kunst wurden ihnen dafür die handwerklichen, künstlerischen Mittel gegeben werden. Weiterhin konnten jüngere Kinder und Jugendliche zeitweise eingebunden werden, unter anderem auch im Bereich des Bühnen- und Kostümbildes, als Unterstützung der Kerngruppe sowie auch in Fragmenten der Performance. Durch solche gemeinsamen Aktionen werden Kernkompetenzen, wie
Rücksicht auf Jüngere zu nehmen oder sich Respekt vor Älteren zu verschaffen, geschult.
 
Im Juli 2015 - am Ende der Proben- und Projektzeit - fand die Präsentation vor der Öffentlichkeit statt. Hierfür wurde ein Zirkuszelt auf dem Marktplatz in Bad Cannstatt aufgebaut, in welchem Familien und Institutionen aus dem Viertel zu Zuschauern wurden. Unterstützung fand das Projekt u.a. durch den Bezirksvorsteher von Bad Cannstatt.
 
Gefördert wurde unser Theater-Zirkus-Projekt durch das Projekt "Jugend ins Zentrum!" der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. im Rahmen des Programms "Kultur macht stark.
Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Unser Kooeprationspartner war das Kinder- und Familienzentrum Francesca, sowie die Netwerkerinnen e.V.