Trotz aller Therapie
Eine Produktion des Theater LUNTE
in Kooperation mit dem KKT e.V.
Regie: Naemi Zoe Keuler
Bühne und Kostüm: Ulrike Reinhard
Lichtdesign: Axel von Einem
Es spielten: Barabara Galinski, Kirsten Brückmann, David Voormann, Peter Rautenberg, Ingo Schweizer, Chris von Einem
2009 feierte die Theatergruppe Lunte ihr 15-jähriges Jubiläum, aus dessen Anlaß eines der beliebtesten und erfolgreichsten Stücke "I love you, you're perfect, now chance" wiederaufgenommen wurde. Zeitgleich begannen die Proben zu der schwarzen Komödie "Trotz aller Therapie" von Christopher Durang, das sich in der reichhaltigen Ideenschublade des Ensembles befand.
Inhalt zum Stück:
Christopher Durang hat in den 1980er Jahren eine kontrovers diskutierbare Dreiecksgeschichte geschrieben: Wir sehen Prudence, unterstützt von ihrem Psychiater Stuart, auf der Suche nach dem perfekten Mann. Wir sehen auch den bisexuellen Bruce der mit Bob zusammenlebt, sich aber unbedingt eine Familie und Nachwuchs wünscht. In diesem Konflikt steht ihm Charlotte, seine durchgeknallten Psychiaterin, zur Seite. Das Problem: Wo bleibt Bob, wenn Bruce und Prudence tatsächlich ein Paar werden? So machen sich die Beteiligten auf, ihr Glück zu suchen, ohne dabei einsam auf der Strecke zu bleiben. Was sich als gar nicht als so einfach darstellt, da sich die Charaktere immer wieder in ihrer eigenen Realität verlieren. Das führt letztendlich dazu, dass die
Grenzen zwischen Therapeuten und Therapierten ununterbrochen
verschwimmen, so dass sich der Zuschauer fragt, wem denn nun eigentlich
geholfen werden sollte.
Mit viel
Humor und Slapstick hat Christopher Durang eine dunkle Komödie
geschaffen, die zwischen Wahnsinn und Realität nicht zu unterscheiden
ist - eine Charakterstudie, die erst auf den zweiten Blick zum
Nachdenken anzuregen vermag. Ein unterhaltsamer, fröhlicher und schräger Abend, den man nicht verpassen sollte!
Zur Ausstattung und Bühnenbild:
Die Bühnen- und Kostümbildnerin Ulrike Reinhardt hat die verschiedenen Welten durch Räumlichkeiten geschaffen, die mit wenigen Mitteln verändert und dennoch gleichbleibend wirken. Wasserelemente spielen dabei eine wichtige Rolle, aber auch Elemente der Psychoterapie werden mit einbezogen und bilden klare Symbole, die aus psychologischen Klischees zusammengestellt wurden. Dabei finden sich Farben überwiegend in den Kostümen der Beteiligten wieder, während der Raum klare, kühle Elemente aufweist.
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